![]() Urlaub Herbst 2025 04.10. - 10.10. Lötzen - Treblinka |
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04.10.2025
Die Feste
Boyen wurde als preußische Ringfestung in Lötzen (poln. Giżycko)
zwischen 1847 und 1855 errichtet. Sie liegt zwischen dem Kissainsee, dem
südlichsten Teil des Mauersees und
dem Löwentinsee.
Von Lötzen (Giżycko) fuhr ich am späten Nachmittag zur Wolfsschanze (Gierloz, 36 km), wo ich auf em Parkplatz übernachten durfte. Der Kernbereich der „Wolfsschanze“ war etwa 250 Hektar groß. Bis Ende 1944 entstanden über ein halbes Dutzend massive und 40 leichte Stahlbetonbunker sowie 40 Wohn- und Arbeitsgebäude. Damit war die „Wolfsschanze“ nicht nur das bekannteste, sondern auch das größte „Führerhauptquartier“. Das Areal war in drei sogenannte Sperrkreise gegliedert, gesichert durch Stacheldraht, Panzergräben, Wachtürme und einen Minengürtel (siehe Aktuelle Karte: Lageplan der „Wolfsschanze“). Wegen der natürlichen und künstlichen Tarnung konnten die Alliierten die Anlage nie vollständig aufklären. Aufgrund des Anrückens sowjetischer Truppen wurde die „Wolfsschanze“ im November 1944 evakuiert. Kurz vor der Einnahme durch die Rote Armee im Januar 1945 versuchten Pioniere der Wehrmacht, die Gebäude zu sprengen. Doch die Massivität der Bunker verhinderte eine vollständige Zerstörung. Quelle Mein Eindruck Als ich diese unheimlich große Anlage sah mit ihren gewaligen Bunkerresten, eine komplette Sprengung war nicht möglich, wurde ich sofort an den Bunker "Ringeltaube" in Kaufering erinnert. Dieser Bunker wurde auch vom Unternehmen Todt errichtet, Fachleute, innovativ, mit großem logistischen Können, um eine derartige Anlage unsichtbar für die Luftaufklärung in einen Wald zu stellen. Hier geht es zur Fotogalerie. Für die Außenbesichtigung aller Bunker sollte man sich mindestens einen Tag Zeit nehmen. In der Wolfsschanze fand am 20. Juli 1944 das Attentat auf den Führer statt. ![]() Abends habe ich im ehemaligen und heute restaurierten Hotel gegessen.
Am nächsten Morgen habe ich noch in Steinort das Schloß der von Lehndorfs angesehen. Das ehemalige Herrenhaus der Familie von Lehndorff in Groß Steinort / Sztynorcie Dużym ist das Hauptprojekt der Deutsch-Polnischen Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz (DPS). Der Name von Lehndorff ist vor allem bekannt durch Graf Heinrich von Lehndorff, dem letzten Herrn auf Schloss Steinort, der am gescheiterten Stauffenberg-Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 (das sich 2019 zum 75. mal jährte) beteiligt war und kurz darauf in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde. Nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" verfiel die ehemalige ostpreußische Gutsanlage in schnellem Tempo, Quelle Man sieht jetzt, daß nun vieles zu tun ist. Die Baumaßnahmen werden von Stiftungen, dempolnischen Staat und des Bundesrepublik Deuschland gefördert.
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