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Urlaub 2025 Herbst 2 Teil 1 26.09. - 03.10. Auschwitz - Krakau - Majdanek - Sobibor - Treblinka |
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Polen als Urlaubsland:
Ich war zum 3.Mal in Polen, vor
Jahren mit dem Pkw an der Ostseeküste von Stettin bis Horst
(Niehorze), dann 2024 von Dresden aus nach Hirschberg und Bad
Warmbrunn (Jelena Gora) und nun 2025 vom Süden Kattowice bis zum
frischen Haff an den Grenzen von Ukraine, Belarus und Rußland, nach
Danzig, Marienburg, Frauenburg (Frombork) bis Stettin.
Auffallend ist die Freundlichkeit der Polen und die Hilfsbereitschaft. Ich wollte mit meinem Wohnmobil eine Tankstelle anfahren, um die Maut einzurichten. Als das ein polnischer Lkw-Fahrer sah, stieg er aus und erklärte mir, nur eine E-toll Tankstelle sei mit der Maut-Technik ausgerüstet. Als ich eines Morgens an einer Tankstelle stand - ich hatte dort erlaubterweise übernachtet - und nach einer Möglichkeit suchte, meine Gasflaschen zu tauschen, stand auf einmal ein junger Pole mit seinem alten Mercedes neben mir und wollte wohl wissen, was mir fehle. Ich öffnete die Klappe von den Gasflaschen und sagte "empty". In Polen kommt man mit Schulenglisch und teilweise auch mit Deutsch (Polen, die in Deutschland gearbeitet haben, Lastwagenfahrer) gut zurecht. Mein Helfer rief einen Bekannten an, der Deutsch konnte, ich erklärte diesem mein Problem, mein Helfer deutete mir, ich solle ihm folgen. So fuhr er 15 km vor mir auf der Schnellstraße, bog rechts ab, links über die Brücke, in ein Dorf hinein und wir standen an einer kleinen Firma, deren Vater und Sohn mir deuteten, ich könne iin 40 Minuten meine gefüllten Flaschen abholen. Das hat alles geklappt, mein Helfer lehnte auch eine Belohnung ab. In Polen werden Propan-Gasflaschen wiederbefüllt, was in Deutschland verboten ist. Viele Wohnmobile und Pkw's fahren mit LPG und haben im Wohmobil entsprechende Tanks.
Es meldete sich eine Männerstimme, er habe die Campingsaison gestern (30.09.) beendet, aber er würde mir den Platz aufschließen und mir für 20 € eine Übernachtung anbieten. Es dauere aber etwas, da er 30 km entfernt wohne. Wir trafen uns dann an seinem Campingplatz, morgens nach dem Frühstück konnte ich weiterfahren. Ich glaube, diese Gastfreundschaft kann man in Deutschland wohl kaum erleben. Früher sagt man, fahr nach Polen, Dein Auto ist schon da. Heute muß man sagen .... Deine Frau ist schon da. Ich habe mich mit vielen deutsch-polnischen Partnerschaften in Dangig, Elblag und Kolberg unterhalten, die alle glücklich waren, als Rentner und Wittwer eine lebenslustige (jüngere) Frau gefunden zu haben.Die Frauen arbeiten in Deutschland, Urlaub gibt es in Polen. Als ich an einer E-Toll-Tankstelle meine Maut Abbuchung eingerichtet hatte, bekam ich nach kurzer Zeit ein Foto von den beiden freundlichen Mitarbeitern
Polen hat mit seiner Wirtschaftskraft Deutschland weit überholt. Es werden großzügigere Autobahnen als bei uns gebaut. Insbesondere die Nord-Süd-Linie wird ausgebaut.
Am 26.09.2025 startete ich mit sem Hymer-Wohnmpobil von Landsberg am Lech nach Deggendorf, Zwiesel nach Pilsen, wo ich am Sportplatz übernachtete (338 km). Am nächsten Tag fuhr ich an Prag vorbei nach Auschwitz-Birkenau (552 km). Zwischen Birkenau und Auschwitz fahren regelmäßig kostenlose Shuttle-Busse für den Transport zwischen beiden Lagerkomplexen. Birkenau liegt ca. 4 km entfernt von Auschwitz. Übernachtet habe ich 2 x auf dem Parkpatz in Birkenau, in Auschwitz gibt es auch einen sehr schönen Wohnmobilstellplatz. Am nächsten Tag zur erstmöglichen Führung in Deutsch um 14.45 Uhr stand ich am Empfangsgebäude mit ca. 30 Personen. Die Führung beginnt mit dem Gang durch zwei Mauerscheiben, und man ist dann mitten drin im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz mit der bekannten Überschrift am Eingangstor. Auschwitz erinnerte mich an einen Erlebnispark, Familien mit Kinderwagen stimmen einen etwas nachdenklich. In Sobibor, wo ich einige Tage später war, dürfen Kinder erst ab 14 Jahren in das Museum und in den Lagerkomplex.
Am 30.09.2025 fuhr ich von Auschwitz zunächst nach Krakau (72 km) Krakau, eine südpolnische Stadt unweit der Grenze zur Tschechischen Republik, ist für ihren gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern und ihr jüdisches Viertel bekannt. Mittelpunkt der Altstadt, die vom Parkring Planty und Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer eingeschlossen wird, ist der imposante Marktplatz Rynek Glówny. Hier stehen die Tuchhallen, ein Handelszentrum aus der Renaissance, und die Marienkirche, eine gotische Basilika aus dem 14. Jahrhundert. (Google) Aufgrund ihrer Stellung als ehemalige Residenzstadt der polnischen Könige und als Bestattungsort bedeutender Persönlichkeiten in der Kathedrale auf dem Wawel, hat Krakau eine besondere nationale Bedeutung. Jahrhundertelang war es kulturelles, geistiges und wissenschaftliches Zentrum Polens. (Google) Ich machte zunächst eine Schiffsrundfahrt
Etwas Nostalgie vom Schiff
Von Krakau fuhr ich nach Kielce, wo ich eine bemerkenswerte Kathedrale entdeckte und eine Kirchenführerin, die mir die Kirche auf polnisch erklärte
Von der schönen Kirche
machte ich mich über Kielce, Krasnik und Lublin auf den Weg zum Konzentrationslager Majdanek
(Krakau - Majdanek 336 km). Unterwegs stellte ich
mein Hymer-Wohnmobil zum Übernachten an einer Tankstelle ab, die
mit einem weißen P auf blauem Grund gekennzeichnet war. An diesen
Tankstellendürfen LKW's und Wohnmobile übernachten. Am Mittag erreichte
ich Majdanek. Nachdem ich mein
Auto auf Nachfrage bei einem sehr freundlichen Pförtner auf den
Parkplatz abgestellt hatte, Es gibt am Lager einen
zweiten Parkplatz, direkt am Mausoleum, da derWeg dorthin
mühselig ist. Das ehemalige Konzentrationslager Majdanek - Galerie grenzt an den örtlichen Friedhof an. Viele Blumenhändler stehen entlang der Zufahrtsstraße.In Polen gbt es auf allen Friedhöfen Berge von Blumen. Wikipedia Majdanek Am Nachmittag(das Museum schließt um 16.00Uhr) fuhr ich weiter über Chelm nach Sobibor (105 km), im heutigen Dreiländereck Polen - Blarus - Ukraine, wo ich schon in der Dunkelheit ankam und auf dem Parkplatz nach Anweisug des Security-Mannes übernachten durfte.
Das Vernichtungslager Sobibor war ein deutsches Vernichtungslager im besetzten Polen während des Zweiten Weltkrieges. Es lag in der Nähe des etwa 500 Einwohner zählenden Dorfs Sobibór, eines Orts der Landgemeinde Włodawa, im südöstlichen Polen, an der Ostgrenze des damaligen Distrikts Lublin des Generalgouvernements, im heutigen Dreiländereck Polen–Belarus–Ukraine. Das Lager wurde Anfang 1942 errichtet und diente neben den Lagern Belzec und Treblinka als Vernichtungslager im Rahmen der „Aktion Reinhardt“, der planmäßigen Ermordung der Juden des Generalgouvernements. Im Vernichtungslager Sobibor wurden nach Schätzungen bis zu 250.000 Juden in Gaskammern ermordet, darunter alleine vermutlich 33.000 aus den Niederlanden Im Jahr 2007 wurde auf dem Gelände mit archäologischen Grabungen begonnen: 2011 wurde dabei die „Himmelfahrtsstraße“, ein etwa 100 Meter langer, in ein Asphaltfeld mündender Weg entdeckt; in Folge 2014 die bis dahin unter der Asphaltdecke verborgenen Fundamente von vier Gaskammern ebenso wie ein zuvor verschütteter Brunnen im Lager I, von wo aus der Aufstand von Sobibór ausgegangen war. In den Brunnen hatten Inhaftierte wohl zahlreiche persönliche Gegenstände geworfen. Damit ist das Lager Sobibor das einzige der Aktion Reinhardt, in dem der industriell betriebene Massenmord nicht nur durch Zeugenaussagen nachzuweisen ist, obwohl die Spuren und Zeugnisse der Verbrechen 1943 zum Zwecke der Vertuschung vernichtet wurde. (Wikipedia) Der Neuanfang Der Aufstand youtube [] Gut ausgeschlafen, erkundete ich das ehemalige Konzentrationslager Sobibor und war begeistert von der Qualität der Ausstellung, die von der Museumsleitung des KZ Majdanek in den letzten Jahren konzipiert wurde. Hier kann man aktiv die Ausstellung erkunden, Schubkästen mit Urkunden, Gegenstände, die die Inhaftierten für die Nachwelt in den Brunnen geworfen hatten, und ein informativer Außenbereich, siehe Sobibor-Galerie
Am 01.10. verließ ich am Nachmittag Sobibor und fuhr an Lodz vorbei nach Treblinka (209 km) Auch hier durfte ich auf dem Parkplatz des Vernichtungslagers übernachten. 02.10.2025 Das Vernichtungslager Treblinka (zur Unterscheidung vom Arbeitslager Treblinka I auch Treblinka II genannt) war im Zweiten Weltkrieg das zuletzt errichtete und größte nationalsozialistische Vernichtungslager im Rahmen der Aktion Reinhardt im Generalgouvernement des deutsch besetzten Polen. Die Gesamtzahl der Menschen, die die SS dort zwischen dem 22. Juli 1942 und dem 21. August 1943 im Zuge des Holocaust ermordet hat, liegt bei deutlich über 700.000 und wird sogar auf über 1 Million geschätzt.[1] Das Lager befand sich bei dem Dorf Treblinka in der Gemeinde Małkinia Górna in der Woiwodschaft Masowien, nordöstlich von Warschau. Die zunächst drei Gaskammern mit einer Fläche von 48 m² wurden von „Spezialisten“ der Aktion T4[2] nach dem Muster des Vernichtungslagers Sobibor eingerichtet. Anfänglich umgab nur ein Stacheldrahtzaun das Lager. In den Zaun eingeflochtene Kiefernzweige sollten den Einblick verhindern. Später kam ein äußerer Bereich aus eisernen, mit Stacheldraht bewehrten Panzersperren hinzu. An den Ecken des Lagers und im eigentlichen Vernichtungsbereich waren hölzerne, ca. acht Meter hohe Wachtürme errichtet worden. Das Lagertor bestand aus zwei hohen Säulen und einem schmalen Dach. Die Säulen waren jeweils mit einer Blume aus Metall verziert. Ein daran befestigtes Schild trug die Aufschrift „SS Sonderkommando Treblinka“. Die daneben befindliche Wachstube war im Stil eines Tiroler Bauernhauses errichtet worden. Wikipedia-Auszug Treblinka-Galerie Youtube Treblinka
Bertold Jetschke (Rothschild) www.touristik-i.de |